Eine Weile geht es immer gut, dann ist er plötzlich da. Ein kleiner Fleck macht sich auf den zu bearbeitenden Bilddateien unangenehm bemerkbar. Bei näherer Kontrolle und der Erkenntnis, dass der Fleck immer an derselben Stelle auf allen Fotos sitzt, macht sicher: Ein mit freiem Auge unsichtbares Staubkorn hat sich auf dem CCD oder CMOS der geliebten Digitalen festgesetzt. Was tun? Papiertaschentuch, Krawattenzipfel, Staubpinsel, Dusty-Gebläse scheiden wohl aus – das würde Totalschaden bedeuten und darf nicht gut geheißen werden! Kundendienst anrufen – Warten auf Termin, Kamera einsenden. Porto und Reinigungskosten machen einen stolzen Euro-Hunderter aus! Gleich das Gehäuse abgeben, ein neues erstehen? Ohnehin liegt man schon einige Generationen zurück – viel Neues kam auf den Markt! Umsteigen auf die Staub selbst reinigende Digitale von Olympus? Und die Objektive? Und die Kosten?

 

Green-Clean: Sauteuer . . . aber äußerst hilfreich!

 

Bald reift der Gedanke, ein billiges Reinigungsset zu erstehen, sich selbst zu versuchen. Auf ins Internet – oder noch besser – rein ins Fachgeschäft, zum Sobotka in Wien-Fünfhaus zum Beispiel. Geduldig erklärt ein geschulter Verkäufer, was Sache ist. Ein Reinigungsset mit feuchten Tüchlein scheint preiswert – aber erklärende Worte schrecken ab, es zu erstehen. Man muss wissen, dass der Sensor das Heikelste und Teuerste im modernen Kamerabau ist – einen Ausrutscher würde er nie verzeihen, Schlieren auch nicht! Die Bildqualität wäre dahin.

 

In Kürze steht die Lösung am Ladentisch. Ein gewichtiges Paket, relativ groß, schwer – sich kompetent anfühlend. Hier hat sich jemand wirklich etwas überlegt. Geöffnet, entnehmen wir der Packung eine Dose Haarspray? Das wäre ja was! Grundfalsch! Nein, eine Dose mit extra gereinigter, sauberer Pressluft (6 bar) halten wir in der Hand. Aha! Rein geblasen, Staub verblasen! Klar! Aber wieder falsch! Wenn sich der aufgewirbelte Staub nach einiger Zeit beruhigt – richtig – ist der Fleck abermals, allerdings an anderer Stelle zu finden!

 

Fakt ist, dass sich ein beigepacktes Zubehörteil, an die Dose angeschlossen als eine mit Pressluft betriebene Vakuumpumpe herausstellt. Jetzt wird alles klar. Am Handrücken ausprobiert ist tatsächlich Saugwirkung zu merken. Das „Saugrohr“ mit größter Vorsicht in einigem Sicherheitsabstand über den Sensor geführt, Pressluft an und Druck sachte geregelt – Staubkörnchen angesaugt und sofort restlos entfernt! Für besonders hartnäckige Fälle, liegen einige winzige, steril und einzeln verpackte Tüchlein und Geräte zur „Feuchtreinigung“ bei – aber vor dieser Anwendung wird ausdrücklich gewarnt! Die speziellen Wet & Dry-Applikatoren empfehlen sich für nur selten notwendige Anwendung bei wahrhaften Schmutzorgien. Sie sollten nur geübten Kollegen oder vielleicht Werkstätten vorbehalten bleiben, die sich mit entsprechender Schulung „wüstenverstaubter“ Expeditionskameras anzunehmen haben. Jedenfalls ist für extreme Notfälle zusätzlich vorgesorgt. Auch extremeren Alltagsstaub schafft die Saugpumpe allein mühelos.

 

Resümee: Das hier beschriebene Sensor Cleaning System CS-4000 ist gleichzeitig das teuerste: Euro 80.- sind hinzublättern. Für diesen Betrag wird allerdings ein absolutes Edelprodukt aus Österreich angeboten. Die Anwendung ist einfach wie beschrieben, wirkungsvoll und bei entsprechender Sorgfalt absolut sicher. Keine Frage, Dutzende Anwendungen sind mit dieser Packung möglich. Eine Packung wird eine Spiegelreflex-Digitale bei durchschnittlicher Anwendung ein Leben lang begleiten, um immer wieder zu sauberem CCD oder CMOS zu verhelfen. Mit dem Staub müssen wir ja auch weiterhin leben; so ist es nur recht und billig, die richtige Abhilfe griffbereit zuhause zu wissen! Es empfiehlt sich besonders die Anschaffung im Kollegenkreis – vielleicht auch zu geteilten Kosten. So wird die Übung gelingen und noch dazu zielführend und sehr preiswert sein. Es dankt ein glänzender Sensor mit fleckenlosen Exponaten!

 

Sensor-Cleaning-System SC 4000, made in Austria,

www.green-clean.at, order@green-clean.at, Euro 80.-